Cannabis Gipfel 2.0

online

Medizinischer Einsatz von Cannabis – Chance und Herausforderung

Ein zertifiziertes, digitales Fortbildungsprogramm für Apotheker und PTA
von November 2020 bis Januar 2021

Der Umgang mit medizinischem Cannabis ist in den Apotheken angekommen! Das große Interesse und die positiven Rückmeldungen auf den digitalen Cannabis-Fortbildungsmonat im Juni 2020 haben uns bestärkt, mit dem Cannabis Gipfel 2.0 medizinisches Cannabis noch einmal in den Fokus zu stellen. Die Inhalte sind erweitert um die Themen „Wiederentdeckung von Cannabis in der Medizin“ und „Cannabis im Beratungsgespräch“.

Sie sind gefragt!

In zwei Frage-und-Antwort-Sessions stellen sich die Referenten Ihren persönlichen Fragen. Die Referenten sind an zwei Terminen live in einer digitalen Konferenz mit Ihnen verbunden. Ist im Vortrag noch etwas offengeblieben? Beschäftigen Sie sich in Ihrer Apotheke mit einem konkreten Problem? Stellen Sie Ihre Frage vorab mithilfe des Fragentools oder melden Sie sich spontan in der Live-Diskussion. Wir sind gespannt auf Ihre Themen!

Treue-Bonus

Teilnehmer des digitalen Fortbildungsmonats „Cannabis Gipfel online“ erhalten eine Ermäßigung in Höhe der kompletten Buchungsgebühr von Juni 2020!

Jetzt anmelden

Registrieren Sie sich noch heute zur Teilnahme am Cannabis Gipfel 2.0. Für Apotheker werden vom 2. bis zum 30. November fünf, für PTA vier Vorträge ausgespielt. Rechtzeitig vorher erhalten Sie eine E-Mail mit Ihren Zugangsdaten. Nehmen Sie sich die Zeit, wann immer es bei Ihnen passt. Die Online-Veranstaltungen stehen bis 31. Januar zum Abruf für Sie bereit. Durch das Beantworten der Lernerfolgskontrolle bis Ende Februar können Sie bis zu 5 BAK-Fortbildungspunkte sammeln.

Kongresspaket

Das hochwertige Kongresspaket unterstützt Sie bei der Versorgung von Cannabis-Patienten in Ihrer Apotheke. Arbeitshilfen zur Handhabung verschiedener Arzneiformen in der Apotheke und zur BtM-Dokumentation unterstützen Sie mit konkreten Tipps in Ihrem Arbeitsalltag. Das Buch „Cremer-Schaeffer, Cannabis – Was man weiß, was man wissen sollte“ greift die gesellschaftliche Diskussion um Cannabis auf. Die sachlichen Hintergründe zur Kontroverse rüsten Sie mit Argumenten für Ihre Beratungsgespräche.

Die Themen des Cannabis Gipfel online

Online Fortbildung ab 2. November 2020

Die Wiederentdeckung von Cannabis als Medizin Neu

In Deutschland ist die medizinische Anwendung von Cannabis seit dem Cannabisgesetz 2017 im Aufwind. Doch Cannabis wird nicht erst seit Kurzem als Therapieoption eingesetzt. Schon in der Antike war Cannabis bekannt, sowohl zu rituellen als auch zu medizinischen Zwecken. Die Cannabispflanze stammt aus Asien und ihre Verwendung wurde bereits im 11. Jhdt. von persischen Medizinern dokumentiert. Im 19. Jhdt. gehörte Cannabis tatsächlich zu einem häufig verschriebenen Medikament in Deutschland. Mitte des 20. Jhdt. wurde Cannabis immer seltener in der Medizin eingesetzt, kurz darauf folgte schließlich die Prohibition. Seitdem war Cannabis hauptsächlich als illegale Droge bekannt, bis schließlich die Entdeckung des Endocannabinoidsystems in den 1990er Jahren eine verhaltene Renaissance auslöste.

Tanja Boll, PTA und Pharmareferentin, nimmt Sie mit auf diese spannende Reise in die Geschichte von Cannabis bis hin zur Gegenwart.

Tanja Boll, Kerpen


Online Fortbildung ab 9. November 2020

Pharmakologische und therapeutische Unterschiede bei der Anwendung von THC und CBD*

Das Endocannabinoidsystem übernimmt die wichtige Funktion der inneren Homöostase. Es ist vereinfachend dargestellt eine Bremse gegen zu starke Erregung und stärkt uns gegen Unruhe, Angst, Schmerzen und Stress, aber auch gegen Spastik und Krämpfe. Unsere Körper sind voller Cannabinoid-Rezeptoren und deren endogenen Liganden wie Anandamid oder 2-AG. Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) sind die einzige Wirkstoffklasse, die gezielt das Endocannabinoid-System adressiert, und können somit eine neue Behandlungsoption für therapierefraktäre Beschwerden bieten. THC darf dosisabhängig als ein sicheres Neuropharmakon gelten. CBD, das aus der gleichen Cannabis-Pflanze kommt, entfaltet unabhängig von CB-Rezeptoren eine facettenreiche Wirkung. Zwar ist die Evidenzlage zu medizinischem Cannabis in vielen Bereichen immer noch gering, aber Daten und Erfahrung haben in den letzten Jahren merklich zugenommen. Schmerz ist laut Zwischenauswertung der Begleiterhebung zur Anwendung von Cannabisarzneimitteln in Deutschland der häufigste Grund für eine Verordnung von Cannabis-Wirkstoffen, gefolgt von Spastik und Anorexie.

Prof. Thomas Herdegen, Professor für Pharmakologie am Universitätsklinikum Kiel, erklärt die unterschiedliche Kinetik, Nebenwirkungen und möglichen Arzneimittelinteraktionen von THC und CBD.

Dr. Marc Seibolt, Chefarzt der Tagesklinik für Schmerzmedizin am Algesiologikum München, erläutert die medizinischen Einsatzgebiete und therapeutischen Besonderheiten von Cannabinoiden.

Prof. Dr. Thomas Herdegen, Kiel, und Dr. Marc Seibolt, München

* Aufgrund betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften darf dieser Vortrag nicht von PTA gebucht werden.


Online Fortbildung ab 16. November 2020

Verkehrsfähigkeit und Verordnungsfähigkeit von THC- und CBD-haltigen Produkten – Prüfpflichten des Apothekers

Kann die Apotheke von der Krankenkasse retaxiert werden, wenn ein Cannabis-Arzneimittel abgegeben wurde? Bedarf es hier einer besonderen Genehmigung durch die Krankenkasse? Welche Voraussetzungen sind an die Versorgung von Patienten zu Lasten der GKV gebunden?

Arzneimittel mit dem Wirkstoff Dronabinol (THC) sowie Cannabis in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Sie werden häufig als Rezepturen oder als Fertigarzneimittel außerhalb der zugelassenen Indikation eingesetzt. Dennoch sind sie verordnungsfähig und die Kosten werden unter bestimmten Voraussetzungen nach Genehmigung von der Krankenkasse übernommen. Den Antrag für die Genehmigung reicht der Patient zusammen mit einem ausgefüllten Arztfragebogen bei der Krankenkasse ein. Die Apotheke ist in diesem Prozess standardmäßig nicht eingebunden und hat keine Prüfpflicht. Inwiefern kann Sie also überhaupt zur Verantwortung gezogen werden?

CBD ist, anders als THC, kein Betäubungsmittel. Als Arzneimittel ist es verschreibungspflichtig und als Nahrungsergänzungsmittel unterliegt es der Novel Food Verordnung. Trotzdem begegnen uns so viele nicht zugelassene CBD-Produkte, auch von dubiosen Anbietern, im Drogeriemarkt, im Internet, sogar in der Apotheke. Sind diese Produkte überhaupt legal?

Isabel Kuhlen, Apothekerin und Rechtsanwältin, gibt Antworten auf häufige Fragen zu THC und CBD.

Isabel Kuhlen, Vellmar


Online Fortbildung ab 23. November 2020

THC und CBD: Handhabung und Umgang in der Apotheke

Cannabis-Arzneimittel sind vielfältig: Zur Anwendung kommen getrocknete Cannabisblüten, zerkleinert oder als ganze Blüten, verschiedene Extrakte und die Reinsubstanzen Dronabinol (INN für THC), Cannabidiol (CBD) und Nabilon. CBD ist dabei sowohl als verschreibungspflichtiges Fertigarzneimittel bzw. Rezeptursubstanz, als auch als freiverkäufliches Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt verfügbar.

Alle aufgeführten Formen stellen die Apotheke vor besondere wenngleich lösbare Aufgaben. Nicht nur die Rezepturen bedürfen in der Apotheke strukturierter Abläufe, sondern auch die Beratung rund um Darreichungsformen, Dosierungen und Applikationsformen stellen wichtige Aspekte für Apotheken dar. Bezüglich des CBDs ist auch die Bewertung der verschiedenen Zubereitungen als pharmazeutische Kernkompetenz zu betrachten. Schlussendlich sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Darreichungsformen durch die Apotheke beratend an Arzt und/oder Patienten zu vermitteln.

Dr. Christian Ude und Dr. Mario Wurglics informieren Sie in diesem Vortrag umfassend über Darreichungsformen von Cannabis-Arzneimitteln sowie zur Identitätsprüfung und Rezepturherstellung und wie eine Bewertung CBD-haltiger Präparate vorgenommen werden kann.

Dr. Christian Ude, Darmstadt, und Dr. Mario Wurglics, Frankfurt


Online Fortbildung ab 30. November 2020

Cannabis im Beratungsgespräch Neu

Die Kundenberatung ist eine Kernkompetenz von Apothekern/innen und PTA. Eine gute Beratung trägt unter anderem zur Patientensicherheit und zur Kundenbindung bei und ist für Apotheken selbstverständlich. Vergleichsweise neu ist die Beratung von Cannabis-Patienten in der Apotheke.

Cannabinoide gehören zweifellos zu den ungewöhnlicheren und komplexeren Arzneimitteln. Ebenso wie die Therapieoptionen sind auch die Patienten sehr verschieden: Unterschiedliche Wissensstände sowie eine vorhandene oder nicht vorhandene Vorerfahrung erfordern Fingerspitzengefühl im individuellen Patientengespräch. Ein gutes Gespräch kann ausschlaggebend für die Adhärenz sein. Unsicherheiten und Vorurteile können im direkten Austausch aufgeklärt werden und auch die richtige Handhabung der Hilfsmittel lässt sich im Beratungsraum der Apotheke eindrücklich demonstrieren.

Dr. Dominik Bauer, Apotheker, gibt eine Übersicht über die Anwendung der verschiedenen medizinischen Cannabinoide, erklärt wie man Missbrauch erkennt und demonstriert wie eine umfassende Kundenberatung aussehen kann.

Dr. Dominik Bauer, Marktredwitz


Q&A-Sessions am 11. Dezember und am 27. Januar

Jeweils um 19 Uhr

Das Expertenpanel stellt sich live Ihren Fragen. Verwenden Sie das Fragentool, wann immer bei Ihnen eine Frage auftaucht und nutzen Sie die Live-Sessions für Ihre spontanen Erkundigungen. Die Referenten freuen sich auf einen lebendigen Austausch mit Ihnen!

Die Referenten

Dr. Dominik Bauer

Apotheker und Inhaber der Bauer Apotheken OHG, Marktredwitz. Studium der Pharmazie an der Universität Regensburg und Eberhard Karls Universität Tübingen. Ausbildungsaufenthalt an der University of Florida in Gainesville, USA. Stationsapotheker und Promotion an der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der LMU München. 2014 – 2018 Sprecher der Sektion Pharmazie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Vertreter der Gesellschaft im Ausschuss für Gesundheit. Außerordentliches ADKA Mitglied und Verleihung des „ADKA-Promotionspreis für Krankenhauspharmazie“ 2019.

Tanja Boll

PTA mit 12 Jahren Erfahrung in öffentlichen Apotheken und 20 Jahren Erfahrung als wissenschaftliche Referentin / Pharmareferentin im Außendienst für internationale, forschende Unternehmen mit dem Schwerpunkt Onkologie. Seit April 2020 tätig für die Apotheke Lux 99 in Hürth bei Köln als Leiterin der Abteilung Service-Vertrieb. In dieser Position ist Frau Boll für die neutrale Information aller Beteiligten im Gesundheitswesen rund um das Thema Cannabinoide zuständig.

Prof. Dr. med. Thomas Herdegen

Studium der Humanmedizin in Würzburg und Wien. Neurowissenschaftliche Ausbildung und Forschung an den Universitäten Heidelberg, Yale (USA), San Diego (USA) und Brisbane (Australien). Heisenberg-Stipendium der DFG. Berufung zum Professor für Pharmakologie, Universitätsklinikum Kiel. Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie. Prof. Herdegen führt seit vielen Jahren bestens bewertete Fort- und Weiterbildungen für Apotheker durch. Er ist u.a. Verfasser der seit 2009 laufenden erfolgreichen Serie „Pharmako-Logisch!“ in der DAZ sowie Herausgeber des Sachbuchs „Medizin für Apotheker“.

Isabel Kuhlen

Rechtsanwältin Isabel Kuhlen wurde im Jahre 1971 geboren. Nach ihrer Approbation und jahrelanger Berufserfahrung als Apothekerin ist sie seit 2001 auch als Rechtsanwältin zugelassen. Mehrere Jahre war sie in der auf Medizinrecht und Pharmarecht spezialisierten Kanzlei von Herrn Rechtsanwalt Herbert Wartensleben tätig. Von 2006 bis 2010 war sie in der Kanzlei Erckens, Horn und Partner in Mönchengladbach tätig. Seit August 2010 ist sie Mitbegründerin der Kanzlei Kuhlen. Rechtsanwältin Kuhlen hält regelmäßig Vorträge zu medizinrechtlichen Fragestellungen und veröffentlicht Beiträge in medizinischen und juristischen Fachzeitschriften.

Dr. med. Marc Seibolt, MBA

Chefarzt der Tagesklinik für Schmerzmedizin am Algesiologikum in München. Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Suchtmedizinische Grundversorgung, Notfallmedizin. Studium der Medizin an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Master of Business Administration (MBA), Hochschule Neu-Ulm und UCLA School of Public Health, Department of Health Services, Los Angeles (USA). Tätigkeitsschwerpunkte: Multimodale Schmerztherapie, Medikamentöse Schmerztherapie, Interventionelle Schmerztherapie, Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen und psychischen Belastungen. Mitglied Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS), Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA).

Dr. Christian Ude

Dr. Christian Ude ist Fachapotheker für Arzneimittel-information und Inhaber der Stern Apotheke Darmstadt seit 2013. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter an der Goethe Universität Frankfurt/Main für pharmazeutische Chemie und hält Lehrveranstaltungen in klinischer Pharmazie. Außerdem ist er Referent für verschiedene Apothekerkammern und -verbände. Er ist Buchautor, Mitglied der Redaktion der PZ Prisma und publiziert regelmäßig Artikel zu unterschiedlichen Themen in Fachzeitschriften. Seit 2019 ist er Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundes-apothekerkammer. Seit 2018 ist er erster Vorsitzender des Vereins NELA – Netzwerk Lebensqualität durch Arzneimitteltherapiesicherheit e.V.

Dr. Mario Wurglics

Nach Pharmaziestudium und Promotion in Graz ist Dr. Mario Wurglics seit 1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pharmazeutische Chemie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Analytik von Naturstoffen, wie z. B. der Gehaltbestimmung wirksamkeitsbestimmender Inhaltsstoffe aus Pflanzenextrakten. Dr. Wurglics publiziert regelmäßig in Fachzeitschriften und ist Koautor verschiedener Bücher. Als Referent zahlreicher Landesapothekerkammern und Gesellschaften (DPhG) hält er Vorträge in Deutschland und Österreich.

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